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smile... Medizin fürs Gemüt

Lachen ist gesund, es schüttet Hormone aus die uns glücklich machen und Lachfalten sind schön und machen sympathisch. Lachen gilt sogar als Medizin, es stärkt nachgewiesen unser Immunsystem und es ist eine Tatsache, dass Menschen die viel lachen weniger krank werden und schneller genesen.


Im Qigong gibt es Übungen, die das Lachen verwenden um eine bleibende positive Veränderung hervorzurufen. Ich stelle hier 2 Übungen vor, die jeder praktizieren kann, sofort helfen und mit regelmässigem Üben langfristige und positiv verändernde Wirkungen haben.


"Lachen im Spiegel" ist die erste Übung. Sie ist eine extrovertierte und direkte Praxis, die gut in den Alltag einbaubar ist und wenig Aufwand benötigt. Du stellst dich vor den Spiegel und grinst dich selbst an, ganz egal ob du gerade gut drauf bist oder nicht. Man kommt sich am Anfang ganz schön doof vor. Jeder kann sich vorstellen, wie man sich fühlt wenn man sich selbst mit einem grimassenhaften Grinsen gegenübersteht und wenn nicht, das ist die Gelegenheit es auszuprobieren! Keine Sorge, das Gefühl, dass man da etwas Unsinniges tut, nimmt mit der Zeit ab und verschwindet. Versuche das Lachen so zu hinzukriegen, dass es die Augen erreicht und es ist wirklich egal, wenn das Lachen wirklich nur eine Grinse-Grimasse ist. Die Hauptsache ist, dass die Lachmuskeln aktiviert werden, das gibt dem Körper das Signal Endorphine (sog. Glückshormone) auszuschütten. Entspanne zwischendurch die Gesichtsmuskulatur und starte mit einem neuen Lachen vor dem Spiegel. Sich selbst lachen zusehen, hat einen zusätzliche positive Wirkung. Auch wenn das Lachen nicht echt ist, wir sehen uns selbst lachen und das gibt unserem Unterbewusstsein das Signal, dass wir happy sind. Wenn Du noch etwas weiter gehen möchtest, dann kannst Du versuchen währen dem Lachen vor dem Spiegel an etwas besonders Schönes, das dich Glücklich macht, zu denken. Diese Übung ist, bei regelmässiger Praxis, sehr wirkungsvoll und braucht 2x am Tag nur ein paar Minuten deiner Zeit. Lass sie zur Routine werden, so wie Zähneputzen oder das Gesicht waschen. Mit der Zeit wirst du die Veränderung spüren. Und es ist schon gut, wenn wir ein wenig Crazyness in unseren Alltag bringen, es muss uns ja niemand dabei zusehen.


Die 2. Übung, "Das Innere Lächeln" ist meine bevorzugte tägliche innere Praxis. Die zuvor beschrieben Übung "Das Lachen im Spiegel" ist eine wirklich gute Praxis aber manchmal sind wir nicht bereit extrovertiert und direkt auf uns selbst zuzugehen. Dann machen wir kleine Schritte und gehen ganz behutsam und sanft vor. Ich habe "das Lachen im Spiegel" oft ausprobiert. Das Resultat war jedes Mal das selbe; ich fühlte mich von mir selbst ausgelacht. Ich hatte das Gefühl, als ob ich mich selbst über meine eigene Verletzlichkeit lustig machen würde. Scham- und Minderwertigkeitsgefühle kamen auf, ich fühlte mich blossgestellt. Wie gesagt, die erste Übung ist sehr extrovertiert und direkt und manchmal fällt es uns schwer uns so direkt mit uns selbst auseinanderzusetzen. Menschen, die sehr sensibel sind, die Traumen oder Trauer in sich tragen, rate ich es mit der Praxis "Das Innere Lächeln" auszuprobieren. Es ist eine liebevolle Übung, die dir hilft in schwierigen Zeiten wieder etwas positiver zu werden und dich selbst wieder etwas geschützter zu fühlen. Auch die Übung "Das Innere Lächeln" ist ganz einfach. Du kannst sie überall anwenden und sie hilft ganz besonders wenn es dir gerade nicht gut geht. Ich nehme mir zum Üben dafür bewusst ein paar Minuten Zeit. Ich setzte mich hin oder liege am Morgen noch im Bett oder ich übe bevor ich schlafen gehe. Mir ist wichtig, dass ich währen dem Üben locker und entspannt bin. Ich atme mit einem bewussten Atemzug ein (nicht zu tief, einfach bewusst) und spüre mein Herz. Ich nehme die Verletzlichkeit und Zartheit meines Herzens und meiner Gefühle wahr und beim Ausatmen lächle ich sanft mein Herz an. Ich schenke meinem Herzen ein wohlwollendes, bestätigendes Lächeln, so eines, das ich einem ängstlichen und verunsichertem kleinen Kind schenken würde, um es zu stärken und um Sicherheit zu vermitteln. Dies wiederhole ich solange wie ich möchte oder Zeit habe oder bis ich mich entspannt fühle. Also, du atmest ein, spürst dein Herz, du atmest aus und lächelst dein Herz wohlwollend an. Ganz einfach! Manchmal aber gibt es Tage, da fällt es schwer ein physisches Lächeln aufs Gesicht zu zaubern um das Herz anzulächeln, dann lächelst du dein Herz einfach nur in deinen Gedanken an. Wenn das auch nicht geht, dann schenke deinem Herz beim Ausatmen einfach eine liebevolle Aufmerksamkeit. Du kannst dabei an etwas Stärkendes denken, wie zum Beispiel :"Du bist ein liebes Herz!" "Ich nehme deine Gefühle wahr!" "Ich schütze dich!" "Du bist sicher bei mir!" Es darf auch etwas ganz anderes sein. Lege deine Achtsamkeit einfach darauf, dass das was du deinem Herzen gedanklich oder in ausgesprochenen Worten sagst eine positive, stärkende Formulierung hat und dir ein gutes sicheres Gefühl vermittelt. "Du bist NICHT schwach!" ist keine gute Formulierung. Ändere solche Negationen in positive Aussagen wie z.B. "Du bist stark!" Sätze wie "Es ist NICHT schlimm"! oder "Du musst KEINE Angst haben!" richten in unserem Unterbewusstsein die Aufmerksamkeit auf das was wir vermeiden möchten und nicht auf das was wir erreichen möchten. Also, immer auf die positive Formulierung achten. Das gilt selbstverständlich nicht nur wenn wir mit uns selbst reden, sondern diese Art von positiver Kommunikation ist eine Praxis die man immer, auch mit anderen Menschen, anwenden sollte. Übung macht auch hier den Meister! "Das Innere Lächeln" kannst Du immer machen. Gerade in schwierigen Momenten gibt sie Halt und Zuversicht, die Anspannungen lösen sich, der Brustkasten wird wieder etwas freier und das Durchatmen ohne Kloss im Hals fällt wieder leichter. Ich fühle beim Üben immer wie mein Herz wieder etwas weicher und entkrampfter wird und ich lerne mich durch diese Praxis, mit dem was mein Herz schwer macht, besser anzunehmen. Das regelmässige Üben lässt es zu einer liebevollen Gewohnheit werden. Und so kannst du dich dann zwischendurch im hektischen Alltag, oder wenn dir die Decke auf den Kopf fällt oder dich das schwermütige schwarze Loch verschlingt, mit Achtsamkeit deinem Atem widmen und deinem Herz und dir selbst ein zuversichtliches Lächeln schenken.


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